Sport mit Geflüchteten

Sport und Geflüchtete

Seit dem Jahr 2015 engagieren sich Stuttgarter Sportvereine und der Sportkreis Stuttgart in der Arbeit mit und für Geflüchtete auf mehreren Ebenen. Das Engagement von Seiten des Stuttgarter Sports war und ist unverändert groß.
Der großen Herausforderung und Aufgabe hat sich der Sport mit seinem unbestritten integrativen Potenzial früh angenommen. Die Aktivitäten im Stuttgarter Sport sind vielfältig, es gibt aufsuchende Angebote in den Unterkünften, ehrenamtlich Tätige die Interessenten abholen und in Vereine begleiten, Regelangebote die für Geflüchtete geöffnet werden, neu initiierte niederschwellige Angebote oder auch die Bereitstellung von Sportplätzen. Dies alles zeigt, dass die Sportvereine offen sind und die Gelüchteten willkommen heißen.

Stand September 2017 sind in Stuttgart rund 300 Angebote von über 60 Sportvereinen für Flüchtlinge geöffnet.
Das Amt für Sport und Bewegung, die Sportkreisjugend, das Gemeinschaftserlebnis Sport und der Sportkreis haben eine Arbeitsmeinschaft „Sport und Geflüchtete“ gegründet, die sich regelmäßig mit Sportvereinen und weiteren Organsiationen trifft. Weiterhin hat die Sportverwaltung einen Leitfaden zum Thema Sport mit Flüchtlingen herausgegeben. Diesen finden Sie hier.
Es gibt eine Reihe von Förder- und Zuschussprogrammen für Sportvereine auf Kommunaler-, Landes- und Bundesebene.

Stützpunkt Stuttgart im Programm "Integration durch Sport"
Das Programm „Integration durch Sport“ beim Landessportverband Baden-Württemberg und der Sportkreis Stuttgart haben die seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit im Jahr 2011 mit der Gründung des Netzwerkes Stuttgart weiter vertieft. Das Netzwerk Stuttgart ist aus dem DOSB-Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“ hervorgegangen.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.
Im Jahr 2017 gehören dem Netzwerk Stuttgart folgende Sportvereine an:
Turnerbund Bad Cannstatt, TV 1889 Zuffenhausen, TB Gaisburg, VfL Stuttgart, DJK Sportbund Stuttgart.

Programm Gemeinschaftserlebnis Sport (GES)
Geflüchtete in ein Sportvereinsangebot zu integrieren, gestaltet sich teilweise schwierig. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig: Das ihnen unbekannte deutsche Sportsystem, Hemmschwellen, Transportfragen oder die unterschiedlichen Wertevorstellungen und Normen, bedingt durch die kulturellen Unterschiede.
Im Bewusstsein dieser Herausforderungen hat das GES in den vergangenen Jahren neue Wege eingeschlagen, um zielgruppenorientierte Angebote im Bereich „Sport, Spiel & Spaß“ für und mit Geflüchtete(n) zu installieren und Zugänge zur Zielgruppe zu schaffen. Das GES versteht dabei Sport und Bewegung als Bildungsansatz.
Ergänzend zu den Sportvereinen hat das GES verschiedene niederschwellige und offene Sportangebote für Geflüchtete installiert. Diese werden zeitlich und inhaltlich an die verfügbaren Zeitfenster und Interessen der Zielgruppe angepasst und vorher – in Gesprächen mit den potenziellen Teilnehmern, deren Betreuern und unter Berücksichtigung der räumlichen Umgebung - angepasst. So wird gewährleistet, dass die entstehenden Angebote passgenau gestaltet werden können. Der pädagogische Ansatz und die Arbeit auf der Beziehungsebene, ein aktives Mitgestalten durch die Teilnehmenden und das Vermitteln sozialer Werte stehen dabei stets über den sportspezifischen Zielen.